OB Link trickst und setzt auf den 'Schulz-Effekt'
Jochem Knörzer


Duisburg, 09. März 2017 - Ganz schön clever, unser Oberbürgermeister Sören Link!
In einer sehr kurzfristig anberaumten Pressekonferenz hat er eine persönliche Erklärung abgegeben und seinen Rücktritt angekündigt!

Wer sich jetzt darüber freut, hat sich zu früh gefreut.
Er legt sein Amt nur nieder, um die Oberbürgermeisterwahlen um acht Monate vorzuziehen und auf den Termin der Bundestagswahlen zu legen!

In seiner Erklärung spricht er von einer Ersparnis in Höhe von ca. einer halben Million Euro, natürlich zu Gunsten der Stadt Duisburg, und
erhofft sich so auch eine höhere Wahlbeteiligung für diese kommunale Wahl.

Sein eigentlicher Hintergedanke aber dürfte seine Hoffnung sein, im Sog des aktuellen 'Schulz-Effekts' des SPD-Bundeskanzler-Kandidaten
mitgezogen zu werden und so eine vorgezogene und ungefährdete 'Vertragsverlängerung' der Duisburger Bürgerinnen und Bürger über
fünf weitere Jahre zu erhalten.

Aus den Reihen der Duisburger Bundestagsabgeordneten ist allerdings zu hören, dass der Oberbürgermeister seinen Schachzug nicht mit der
Duisburger 'GroKo SPD/CDU' besprochen , sondern im Hinterzimmer des NRW-Innenministers mit seinem politischen Ziehvater Ralf Jäger
entwickelt hat.

Vielleicht hat sich Sören Link da dann doch verkalkuliert, wird hier ein 'Trickser' von den anderen 'Tricksern' ausgetrickst ...