03.02.14

Bergstraße 94 – 96: Das Maß ist voll

 

Mit slumähnlichen Zuständen sahen sich am heutigen Montagmorgen Anwohner der Bergstraße in Untermeiderich konfrontiert, als sie aus dem Fenster sahen. Total überfüllte Mülltonnen, dahinter säckeweise organischer Hausmüll in blauen Säcken, mittendrin tote Ratten. Daneben noch ein riesiger Berg Sperrmüll. An der Bergstraße mittlerweile ein gewohntes Bild, welches von der von Armutszuwanderern bewohnten Immobilie Bergstraße 94-96 ausgeht. In diesem Ausmaß und mit totem Ungeziefer allerdings ein Novum. 

“Für uns ist das Maß voll”, sagt BL-Mitglied Sabine Keßler, Anwohnerin der Bergstraße. “Seit fast zwei Jahren ist es vorbei dem nachbarschaftlichen Frieden, unsere Nerven liegen nur noch blank. Ordnungsamt, Wirtschaftsbetriebe, Gesundheitsamt, Jugendamt – alle lassen uns erbärmlich mit der Situation im Stich. Während sich die Situation anderenorts, z. B. in Rheinhausen, durch Zwangsmaßnahmen gegen den Eigentümer der Problemimmobilie In den Peschen, deutlich entschärft hat, wachsen uns die Müllberge hier inzwischen über den Kopf. Das tote Ungeziefer zeugt von einer Rattenplage, die sich auch auf die umliegenden Häuser auszuweiten droht.” 

Kein Verständnis für das destruktive Verhalten der Stadt hat auch BL-Ratsherr Peter Bettermann, ebenfalls in Meiderich zuhause. Bettermann: “Der erste Ortstermin mit dem Ordnungsamt und den Wirtschaftsbetrieben liegt jetzt fast zwei Jahre zurück, als das Problem der Vermüllung sozusagen noch in den Kinderschuhen steckte. Schon damals hat man uns die Zwangsaufstellung von ausreichenden Müllbehältnissen und notfalls einen “Rundumservice” zu Lasten des Eigentümers in Aussicht gestellt – doch die Müllberge wachsen seither kontinuierlich.” Bettermann nimmt angesichts der Dimension der Müllberge und des Rattenbefalls erstmals auch das Wort “Zwangsräumung” in den Mund: “Wenn eine Gesundheitsgefährdung insbesondere für Kinder und/oder Seuchengefahr besteht, lässt das Gesetz so eine Maßnahme zu. Ich fordere die Verantwortlichen innerhalb der Stadtspitze nachdrücklich auf, die Situation auf der Bergstraße 94-96 unverzüglich in Augenschein zu nehmen und endlich zu handeln!”